Webdesign
Firmenwebsite erstellen: Diese Seiten und Inhalte braucht Ihr Betrieb
Wer eine Firmenwebsite erstellen will, fängt meist beim Baukasten oder beim Design an. Sinnvoller ist ein anderer Anfang: der Seitenplan. Hier steht, welche Seiten Ihr Betrieb braucht, was auf jede gehört, welche Angaben Pflicht sind und welche Technik zählt, mit einem Plan in acht Schritten und einer Checkliste zum Abhaken.
Von Fabian Wörner · · 13 Min. Lesezeit

Wozu eine Firmenwebsite heute da ist
Die wenigsten Menschen stöbern auf Firmenwebsites. Sie kommen mit einer Frage: Macht dieser Betrieb das, was ich brauche, hier in meiner Gegend? Kann ich ihm trauen? Wie erreiche ich ihn? Oft haben sie Ihren Namen schon gehört, von einem Bekannten, aus der Google-Suche oder aus einer Antwort von ChatGPT. Ihre Website entscheidet dann, ob sie sich melden oder weitersuchen.
Daraus folgt der wichtigste Grundsatz für den Aufbau: Jede Seite beantwortet eine bestimmte Kundenfrage. Eine Firmenwebsite ist kein Prospekt, in dem alles steht, was Sie über sich sagen könnten. Sie ist eher ein gut sortierter Empfang, der jeden Besucher schnell an die richtige Stelle bringt. Wer seine Website so plant, hat nebenbei auch die beste Grundlage für Google und die KI-Suche, denn beide suchen ebenfalls nach klaren Antworten auf konkrete Fragen.
Der Seitenplan: welche Seiten jede Firmenwebsite braucht
Für die meisten kleinen und mittleren Betriebe reicht ein überschaubarer Aufbau. Diese Tabelle können Sie direkt als Plan verwenden:
| Seite | Kundenfrage | Was draufgehört |
|---|---|---|
| Startseite | Bin ich hier richtig? | Ein Satz zu Leistung, Zielgruppe und Region, ein echtes Foto, die wichtigsten Leistungen als Kacheln, Bewertungen oder Projekte, Telefon und Anfrage gut sichtbar |
| Je eine Leistungsseite | Machen die genau das, was ich brauche? | Für wen, Ablauf, Beispiele, Richtpreis oder wovon der Preis abhängt, häufige Fragen, Kontakt |
| Über uns | Wer steckt dahinter? | Namen und Fotos von Inhaber und Team, Werdegang, Qualifikationen, warum Sie arbeiten, wie Sie arbeiten |
| Referenzen oder Projekte | Können die das wirklich? | Einige Projekte mit Ort, kurzer Beschreibung und Foto, Kundenstimmen mit Namen, wenn erlaubt |
| Kontakt | Wie erreiche ich sie am schnellsten? | Telefon zum Antippen, WhatsApp, kurzes Formular, Adresse, Öffnungszeiten, wann Sie sich zurückmelden |
| Impressum | Wer ist der Anbieter? (Pflicht) | Die Angaben nach § 5 DDG, siehe unten |
| Datenschutzerklärung | Was passiert mit meinen Daten? (Pflicht) | Die Informationen nach Art. 13 DSGVO zu Formular, Hosting, Karten, Statistik |
Später, wenn die Grundausstattung steht, kommen bei Bedarf dazu: eigene Seiten für die Orte, in denen Sie arbeiten, eine Karriereseite, wenn Sie Personal suchen, und Ratgeber-Artikel zu den Fragen, die Kunden Ihnen am Telefon immer wieder stellen. Diese Seiten bringen vor allem dann etwas, wenn sie echten Inhalt haben. Zehn Ortsseiten, auf denen nur der Ortsname ausgetauscht ist, wertet Google als Spam.
Reicht eine einzige Seite?
Eine Onepage-Website, bei der alles untereinander auf einer langen Seite steht, kann für den Anfang reichen, etwa für einen Betrieb mit genau einer Leistung. Der Nachteil: Google und KI-Suchen ordnen Seiten nach Themen. Wer „Dachfenster einbauen Nürtingen“ sucht, findet eher eine Seite, die genau das behandelt, als einen Absatz weit unten auf einer Seite über alles. Sobald Sie mehr als eine Leistung anbieten, lohnen sich eigene Unterseiten.
Die Startseite: der erste Satz entscheidet
Auf dem Handy sieht ein Besucher zuerst nur einen Ausschnitt Ihrer Startseite. Darin muss die Antwort auf „Bin ich hier richtig?“ stehen. Eine Formel, die fast immer funktioniert:
Leistung + für wen + wo. Dazu ein Beleg und der nächste Schritt.
Ein Beispiel für einen erfundenen Elektrobetrieb:
Elektroinstallation, Wallboxen und Photovoltaik für Privathäuser in Nürtingen und im Landkreis Esslingen. Meisterbetrieb mit sechs Mitarbeitern. Rückruf am selben Werktag.
Zum Vergleich ein typischer Einstieg, der nichts davon leistet: „Herzlich willkommen bei der Muster GmbH, Ihrem kompetenten Partner für Qualität und Service.“ Das könnte auf jeder Website stehen. Der Besucher weiß danach weder, was Sie machen, noch wo.
Unter dem ersten Satz folgen die wichtigsten Leistungen, jeweils mit einem Link auf die eigene Seite, dann Belege wie Bewertungen, Projekte oder Zertifikate und am Ende noch einmal der Weg zur Anfrage. Ein großes Bild ohne Text, ein Slider mit wechselnden Sprüchen oder ein Video, das erst laden muss, verschieben die Antwort nach unten.
Leistungsseiten: eine Seite je Leistung
Die häufigste Schwäche von Firmenwebsites ist eine einzige Seite „Leistungen“ mit einer langen Liste. Für Kunden ist das mühsam, und Google hat zu keiner Leistung genug Text, um die Seite für eine Suche danach zu zeigen. Besser: Jede Leistung, mit der Sie Geld verdienen wollen, bekommt eine eigene Seite mit eigener Überschrift und eigener Adresse, zum Beispiel /leistungen/badsanierung/.
Ein bewährter Aufbau für jede Leistungsseite:
- Überschrift mit der Leistung und, wenn passend, der Region
- Für wen die Leistung gedacht ist und welches Problem sie löst
- Wie der Ablauf aussieht, vom ersten Kontakt bis zum Ergebnis
- Zwei oder drei Beispiele mit Foto
- Wovon der Preis abhängt, gern mit Richtwert, wenn Sie einen nennen können
- Drei bis fünf Fragen, die Kunden zu genau dieser Leistung stellen, mit kurzen Antworten
- Der Weg zur Anfrage, direkt auf der Seite
Fangen Sie mit den Leistungen an, die Sie am liebsten öfter hätten. Die Website soll nicht nur mehr Anfragen bringen, sondern die richtigen.
Über uns und Kontakt: Gesicht zeigen, Wege kurz halten
Die Seite „Über uns“ wird häufiger gelesen, als viele denken, gerade bei kleinen Betrieben. Kunden wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Zeigen Sie echte Fotos von sich und Ihrem Team, nennen Sie Namen, Qualifikationen und wie lange es den Betrieb gibt. Fotos vom Handy bei Tageslicht wirken glaubwürdiger als Bilder aus einer Bilddatenbank. Schreiben Sie in normaler Sprache, warum Sie Ihre Arbeit so machen, wie Sie sie machen. Leere Wörter wie „Leidenschaft“ und „Kompetenz“ ersetzen Sie durch Belege: Meisterbrief, Zertifikate, Mitgliedschaften, die Sie wirklich haben.
Bei der Kontaktseite gilt: Jeder Weg muss mit einem Fingertipp funktionieren. Die Telefonnummer ist als Link hinterlegt, damit das Handy direkt wählt. WhatsApp steht gleichwertig daneben, weil manche lieber schreiben und gleich ein Foto mitschicken. Das Formular fragt nur, was Sie wirklich brauchen: Name, Telefon oder E-Mail, Ort, Anliegen. Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Anfragen. Schreiben Sie dazu, wann Sie sich melden, etwa „Antwort innerhalb eines Werktags“. Und: Telefon und Anfrage gehören nicht nur auf die Kontaktseite, sondern auf jede Seite, auf dem Handy am besten in eine feste Leiste am unteren Rand.
Pflichtangaben: Impressum, Datenschutz, Cookies
Vorweg: Das hier ist keine Rechtsberatung. Ich erkläre, was im Gesetz steht, und verlinke den Wortlaut. Was davon für Ihren Betrieb im Einzelnen gilt, klären Sie mit Ihrer Kammer, einem Anwalt oder einem seriösen Generator für Rechtstexte.
Impressum nach § 5 DDG
Viele Ratgeber nennen noch das Telemediengesetz (TMG). Das ist überholt: Am 14. Mai 2024 ist das Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) in Kraft getreten, gleichzeitig ist das TMG außer Kraft getreten. Die Impressumspflicht steht jetzt in § 5 DDG. Die Angaben müssen „leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar“ sein, in der Praxis also über einen Link „Impressum“ von jeder Seite aus. Verlangt werden unter anderem:
- Name und Anschrift, bei GmbH, UG und anderen juristischen Personen auch Rechtsform und Vertretungsberechtigte
- Angaben für eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme, ausdrücklich einschließlich E-Mail-Adresse
- Register und Registernummer, wenn Sie etwa im Handelsregister eingetragen sind
- Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder Wirtschafts-Identifikationsnummer, wenn vorhanden
- Die zuständige Aufsichtsbehörde, wenn Ihre Tätigkeit eine behördliche Zulassung braucht
- Bei reglementierten Berufen: Kammer, gesetzliche Berufsbezeichnung mit dem Staat, der sie verliehen hat, und die berufsrechtlichen Regeln samt Fundstelle
Datenschutzerklärung nach Art. 13 DSGVO
Sobald Ihre Website personenbezogene Daten verarbeitet, und das tut sie schon mit einem Kontaktformular, müssen Sie nach Art. 13 DSGVO informieren: wer verantwortlich ist, zu welchem Zweck und auf welcher Rechtsgrundlage Daten verarbeitet werden, wer sie erhält, wie lange sie gespeichert werden und welche Rechte Besucher haben. Je weniger fremde Dienste Ihre Seite einbindet, desto kürzer und verständlicher wird diese Erklärung. Schriften, die vom eigenen Server kommen statt von Google, eine Karte, die erst nach Klick lädt, und ein Hosting in Europa machen vieles einfacher. Wer Ihre Website hostet oder Formulardaten verarbeitet, ist in der Regel Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Fragen Sie Ihren Anbieter nach dem Vertrag dazu.
Cookie-Banner nur, wenn nötig
Eine Einwilligung brauchen Sie nach § 25 TDDDG nur für Zugriffe auf das Gerät der Besucher, die nicht unbedingt erforderlich sind, etwa für Statistik oder Werbe-Pixel. Eine schlanke Firmenwebsite ohne solche Dienste kommt oft ganz ohne Banner aus. Das spart nicht nur Text, sondern auch den großen Kasten, der auf dem Handy sonst die halbe Startseite verdeckt.
Barrierefreiheit
Seit Ende Juni 2025 gilt für bestimmte Angebote an Verbraucher eine Pflicht zur Barrierefreiheit, Kleinstunternehmen sind bei Dienstleistungen teilweise ausgenommen. Ob Sie betroffen sind, erklärt der Ratgeber Barrierefreiheit: Pflicht für Ihre Website? Gute Lesbarkeit, ausreichende Kontraste und Bildbeschreibungen lohnen sich aber auch ohne Pflicht.
Bei meinen Websites setze ich auf datenschutzfreundliche Technik: Schriften ohne Google-Server, Hosting in Europa, Statistik nur mit Einwilligung. Die Texte für Impressum und Datenschutzerklärung sollten Sie trotzdem rechtlich prüfen lassen oder mit einem seriösen Generator erstellen. Das kann ich Ihnen als Webdesigner nicht abnehmen.
Technik: Handy, Ladezeit, Domain, E-Mail, Hosting
Die Technik einer Firmenwebsite muss niemand im Detail verstehen. Sie sollten aber wissen, woran man gute Technik erkennt und wie Sie sie selbst prüfen:
| Punkt | Worauf es ankommt | So prüfen Sie es |
|---|---|---|
| Handy-Ansicht | Google bewertet Websites nach der Handy-Version. Text muss ohne Zoomen lesbar sein, Knöpfe groß genug für den Daumen. | Website auf dem eigenen Handy öffnen, einmal mit dem Daumen bis zur Anfrage durchklicken |
| Ladezeit | Googles Richtwerte (Core Web Vitals): größtes Element nach höchstens 2,5 Sekunden sichtbar, Reaktion auf Tippen unter 200 Millisekunden, kaum springende Inhalte (CLS unter 0,1) | Adresse bei PageSpeed Insights eingeben, Ergebnis für Mobilgeräte ansehen |
| Domain | Kurz, gut auszusprechen, am besten auf .de. Eingetragener Inhaber sollten Sie sein, nicht Ihr Dienstleister. | Bei .de-Adressen über die Domainabfrage der DENIC, sonst beim Anbieter nachfragen und schriftlich bestätigen lassen |
| Adressen auf der eigenen Domain, etwa anfrage@ihrbetrieb.de, statt einer Freemail-Adresse. Eine Sammeladresse für Anfragen, persönliche Adressen fürs Team. | Testmail an die Adresse aus dem Formular schicken, auch an Weiterleitungen denken | |
| Hosting | Server in Europa, verschlüsselte Verbindung (https), regelmäßige Backups | Schloss-Symbol im Browser, beim Anbieter nach Serverstandort und Backups fragen |
| Strukturierte Daten | Maschinenlesbare Angaben zu Name, Adresse, Telefon und Öffnungszeiten (Schema „LocalBusiness“ oder „Organization“). Sie müssen zum sichtbaren Text passen. | Ihren Anbieter fragen, ob und welches Schema eingebaut ist |
| Titel und Beschreibung | Jede Seite hat einen eigenen, klaren Titel und eine eigene Kurzbeschreibung für die Trefferliste | Bei Google nach „site:ihrbetrieb.de“ suchen und die Treffer lesen |
Ein Punkt, der oft untergeht: Sie sollten jederzeit an Ihre Website, Ihre Domain und Ihre Zugänge kommen, auch wenn Sie den Dienstleister wechseln. Lassen Sie sich vor dem Start schriftlich geben, wem was gehört. Ob ein Abo oder ein Kauf besser zu Ihnen passt, vergleicht der Ratgeber Website mieten oder kaufen.
Google und KI-Suche: was wirklich zählt
Rund um ChatGPT und die KI-Antworten bei Google kursieren viele Versprechen. Google selbst schreibt in seiner Dokumentation, dass es für die KI-Übersichten keine zusätzlichen Anforderungen und keine besonderen Dateien braucht. Es gelten dieselben Grundlagen wie für die normale Suche. Für eine Firmenwebsite heißt das:
- Wichtige Inhalte als Text. Was nur in einem Bild, einem PDF oder einem Video steht, kann die Suche schlecht lesen. Leistungen, Orte, Preise und Antworten gehören als normaler Text auf die Seite.
- Klare Antworten auf echte Fragen. Ein Abschnitt „Was kostet eine Badsanierung?“ mit einer ehrlichen Antwort wird eher gefunden und zitiert als ein Werbesatz.
- Interne Links. Jede Leistungsseite ist von der Startseite und dem Menü aus erreichbar.
- Gleiche Firmendaten überall. Name, Adresse und Telefon stehen auf der Website, im Google-Unternehmensprofil und in Verzeichnissen gleich geschrieben.
- Das Unternehmensprofil pflegen. Für lokale Suchen ist das Google-Unternehmensprofil oft der erste Kontakt, noch vor der Website. Kategorie, Leistungen, Fotos und Öffnungszeiten sollten stimmen.
Ob ChatGPT Ihren Betrieb schon kennt, können Sie in wenigen Minuten selbst testen. Wie das geht, steht im Ratgeber KI-Sichtbarkeit prüfen. Was eine Website darüber hinaus braucht, damit KI-Suchen sie empfehlen, erklärt der Ratgeber In ChatGPT empfohlen werden. Eine Garantie für Platz 1 oder eine Nennung durch die KI kann übrigens niemand seriös geben, auch ich nicht.
Firmenwebsite erstellen in 8 Schritten
Egal, ob Sie selbst bauen oder bauen lassen: Diese Reihenfolge spart Umwege. Zu jedem Schritt steht, was am Ende vorliegen sollte.
- Ziel festlegen. Was soll die Website bringen: Anrufe, Anfragen per Formular, Bewerbungen, Buchungen? Ergebnis: ein Satz, zum Beispiel „mehr Anfragen für Badsanierungen im Kreis Esslingen“.
- Kundenfragen sammeln. Schreiben Sie zwei Wochen lang auf, was Kunden am Telefon fragen. Ergebnis: eine Liste mit 15 bis 30 Fragen, die Grundlage für Leistungsseiten und Fragen-Abschnitte.
- Seitenplan aufstellen. Nach der Tabelle oben. Ergebnis: eine Liste aller Seiten mit Kundenfrage und Adresse.
- Domain und E-Mail sichern. Wunschadresse prüfen, auf Ihren Namen registrieren, E-Mail-Adressen anlegen. Ergebnis: Domain mit Ihnen als Inhaber, funktionierende Adresse für Anfragen.
- Texte schreiben und Fotos machen. Zuerst der erste Satz der Startseite, dann je Leistung eine Seite nach dem Aufbau oben. Fotos vom Handy bei Tageslicht: Sie, Ihr Team, Ihre Arbeit. Ergebnis: Texte und Bilder für jede Seite im Plan.
- Gestalten und bauen. Mit Baukasten, System oder Dienstleister. Ergebnis: eine Vorschau, die Sie auf dem Handy durchklicken können.
- Pflichtangaben und Prüfung. Impressum, Datenschutzerklärung, Formular testen, Ladezeit messen, Checkliste unten abhaken. Ergebnis: keine offenen Punkte.
- Online stellen und bekannt machen. Website in der Google Search Console anmelden, Unternehmensprofil mit der Website verknüpfen, Adresse in E-Mail-Signatur und auf Rechnungen setzen, Kunden um Bewertungen bitten. Ergebnis: Ihre Website ist auffindbar.
Haben Sie schon eine Website und wollen sie erneuern, kommt ein wichtiger Schritt dazu: Die alten Adressen müssen auf die neuen weiterleiten, sonst verlieren Sie bestehende Platzierungen bei Google. Darum geht es im Ratgeber Website-Relaunch.
Selbst erstellen oder erstellen lassen?
Eine Firmenwebsite selbst zu erstellen, ist heute technisch kein Hexenwerk. Baukästen nehmen Ihnen Hosting und Gestaltung weitgehend ab. Die eigentliche Arbeit bleibt aber bei Ihnen: der Seitenplan, die Texte, die Fotos, die Pflichtangaben, die Ausrichtung auf Google. Ehrlich gesagt ist das bei den meisten Betrieben keine Frage des Könnens, sondern der Zeit.
- Selbst erstellen passt, wenn Sie gern schreiben, ein paar Abende übrig haben, wenige Leistungen anbieten und vor allem eine Visitenkarte im Netz brauchen.
- Erstellen lassen passt, wenn die Website Anfragen bringen soll, Sie mehrere Leistungen oder Orte abdecken und Ihre Zeit lieber in Kunden stecken.
Wenn Sie Angebote vergleichen, fragen Sie jeden Anbieter dasselbe: Was kostet es fest, was kommt laufend dazu, wer schreibt die Texte, wann ist die Seite online, und wem gehören Website und Domain am Ende? Was eine Website üblicherweise kostet und woraus sich der Preis zusammensetzt, steht im Ratgeber Was kostet eine Website?
Ich bin selbst Anbieter, deshalb hier offen meine Antworten. Mein Paket für genau diesen Artikel heißt sogar so: Die Firmenwebsite kostet 1.500 € und enthält:
- Startseite und bis zu 5 Leistungsseiten
- Kontaktseite mit Anfrageformular, Anruf und WhatsApp
- Alle Texte schreibe ich, Sie lesen gegen
- Grundlage für Google und KI-Suchen (ChatGPT, Google-KI)
- Online in 14 Tagen, garantiert
Das Paket Wachstum für 2.500 € ergänzt eigene Seiten für die Orte in Ihrem Einzugsgebiet, eine Karriereseite mit Kurzbewerbung per Handy, erste Ratgeber-Artikel und die Einrichtung Ihres Google-Unternehmensprofils, online in 21 Tagen. Festpreise netto zzgl. USt. Sie zahlen erst, wenn Ihnen der Entwurf gefällt, auf Wunsch in Raten. Laufend kommen 19,99 € im Monat inkl. USt. für Hosting und Backups dazu, kein Abo. Die Domain gebe ich zum Einkaufspreis weiter, die E-Mail-Adressen richte ich mit Weiterleitungen und automatischen Antworten ein. Änderungen sind in den ersten 6 Monaten kostenlos, und die Website gehört Ihnen. Ich baue ohne Baukasten, hoste in Europa und arbeite per Telefon, Video und WhatsApp mit Betrieben in der Region Stuttgart und in ganz Deutschland, auf Wunsch auch mehrsprachig.
Checkliste: Ist Ihre Firmenwebsite fertig?
Nehmen Sie Ihr Handy, öffnen Sie die Website und haken Sie ab:
- Der erste Satz der Startseite sagt, was Sie für wen und wo anbieten.
- Telefon und Anfrage sind auf jeder Seite ohne Scrollen erreichbar.
- Jede wichtige Leistung hat eine eigene Seite mit eigener Überschrift.
- Auf jeder Leistungsseite stehen Ablauf, Beispiele und häufige Fragen.
- Es gibt echte Fotos von Ihnen, Ihrem Team und Ihrer Arbeit.
- Bewertungen, Projekte oder Nachweise sind sichtbar.
- Das Formular hat nur die nötigsten Felder und kommt per Testmail an.
- Es steht dabei, wann Sie sich zurückmelden.
- Impressum und Datenschutzerklärung sind von jeder Seite aus verlinkt.
- Das Impressum enthält die Angaben nach § 5 DDG, die für Sie gelten.
- Ein Cookie-Banner gibt es nur, wenn Sie Dienste einsetzen, die eine Einwilligung brauchen.
- PageSpeed Insights zeigt für Mobilgeräte keine roten Werte bei den Core Web Vitals.
- Sie sind als Inhaber der Domain eingetragen und haben alle Zugänge.
- Jede Seite hat einen eigenen Titel und eine eigene Kurzbeschreibung.
- Name, Adresse und Telefon stimmen mit Ihrem Google-Unternehmensprofil überein.
Bleiben mehr als drei Punkte offen, verschenkt die Website wahrscheinlich Anfragen. Die meisten davon lassen sich mit überschaubarem Aufwand beheben.
Fazit
Eine gute Firmenwebsite entsteht nicht im Baukasten, sondern auf dem Papier: erst die Kundenfragen, dann der Seitenplan, dann Texte und Fotos, dann die Technik. Jede Seite beantwortet eine Frage, die Startseite sagt in einem Satz, was Sie für wen und wo anbieten, und der Weg zur Anfrage ist nie weiter als einen Fingertipp entfernt. Dazu kommen Impressum nach § 5 DDG, eine Datenschutzerklärung nach Art. 13 DSGVO, eine schnelle Handy-Ansicht und eine Domain auf Ihren Namen. Wer das beachtet, hat eine Website, die Kunden überzeugt und die Google und die KI-Suche verstehen.
Häufige Fragen
Welche Seiten braucht eine Firmenwebsite?
Eine Startseite, je eine Seite für jede wichtige Leistung, eine Seite über Sie und Ihr Team, eine Kontaktseite sowie Impressum und Datenschutzerklärung. Sinnvoll sind außerdem Referenzen oder Projekte. Später können Ortsseiten, eine Karriereseite und Ratgeber-Artikel dazukommen.
Was muss ins Impressum einer Firmenwebsite?
Seit dem 14. Mai 2024 gilt § 5 Digitale-Dienste-Gesetz statt des Telemediengesetzes. Dazu gehören unter anderem Name und Anschrift, bei juristischen Personen Rechtsform und Vertretungsberechtigte, eine E-Mail-Adresse, gegebenenfalls Register und Registernummer, die USt-IdNr. und bei reglementierten Berufen Kammer und Berufsbezeichnung. Das ist keine Rechtsberatung, im Zweifel fragen Sie Ihre Kammer oder einen Anwalt.
Reicht eine Onepage-Website für ein Unternehmen?
Für einen Betrieb mit genau einer Leistung kann sie für den Anfang reichen. Sobald Sie mehrere Leistungen oder Orte abdecken, sind eigene Unterseiten besser, weil Google und KI-Suchen Seiten nach Themen zuordnen.
Kann ich eine Firmenwebsite selbst erstellen?
Ja, mit einem Baukasten ist das technisch machbar. Seitenplan, Texte, Fotos, Pflichtangaben und die Ausrichtung auf Google bleiben aber Ihre Aufgabe. Das lohnt sich vor allem, wenn Sie gern schreiben, Zeit haben und wenige Leistungen anbieten.
Wie lange dauert es, eine Firmenwebsite zu erstellen?
Das hängt vor allem davon ab, wie schnell Texte und Fotos fertig sind. Bei Fabian Studio ist die Firmenwebsite 14 Tage nach dem gemeinsamen Starttermin online, das Paket Wachstum nach 21 Tagen. Die Texte schreibt Fabian, Sie lesen gegen.
Was kostet eine Firmenwebsite?
Das hängt vor allem vom Umfang ab und davon, wer Texte und Fotos übernimmt. Bei Fabian Studio kostet die Firmenwebsite 1.500 €, das Paket Wachstum 2.500 €, jeweils als Festpreis netto zzgl. USt., laufend 19,99 € im Monat inkl. USt. für Hosting und Backups.
Quellen
Stand der Recherche:
- Bundesministerium der Justiz: § 5 DDG: Allgemeine Informationspflichten
- Bundesgesetzblatt: Gesetz zur Durchführung der Verordnung (EU) 2022/2065 (BGBl. 2024 I Nr. 149), Art. 37: Inkrafttreten DDG, Außerkrafttreten TMG
- Amt für Veröffentlichungen der EU (EUR-Lex): Datenschutz-Grundverordnung (EU) 2016/679, Art. 13 und Art. 28
- Bundesministerium der Justiz: § 25 TDDDG: Schutz der Privatsphäre bei Endeinrichtungen
- Google Search Central: AI features and your website
- Google Search Central: Understanding Core Web Vitals and Google search results
- Google Search Central: SEO Starter Guide
- Google Search Central: Mobile site and mobile-first indexing best practices
- Google Search Central: Local business (LocalBusiness) structured data
- Google Search Central: Organization structured data
- Google Search Central: Spam policies for Google web search: Doorway abuse
- Google Business Profile Help: Guidelines for representing your business on Google
- DENIC eG: Whois-Service für .de-Domains