Webdesign
Webseiten-Relaunch ohne Ranking-Verlust: Anleitung, Beispiel und Checkliste
Ein Webseiten-Relaunch soll mehr Anfragen bringen, nicht weniger. Trotzdem verlieren viele Betriebe nach dem Neustart ihre Google-Platzierungen, meist wegen weniger, vermeidbarer Fehler. Hier steht, wann sich ein Relaunch lohnt und wie Sie ihn Schritt für Schritt so planen, dass Google und Ihre Kunden Sie weiter finden.
Von Fabian Wörner · · 12 Min. Lesezeit

Überarbeiten oder neu bauen? Fünf Anzeichen für einen Relaunch
Ein Relaunch heißt: Ihre bestehende Website wird neu aufgesetzt, meist mit neuem Design, neuen Texten und oft mit neuer Technik. Das ist mehr Aufwand als eine Überarbeitung, bei der Sie nur einzelne Seiten oder Texte verbessern. Nicht jede ältere Website braucht gleich einen Neustart. Diese fünf Anzeichen sprechen dafür:
- Auf dem Handy ist sie mühsam. Texte sind zu klein, Knöpfe zu eng, die Telefonnummer muss man suchen. Öffnen Sie Ihre Seite auf dem eigenen Handy und versuchen Sie, in zehn Sekunden anzurufen. Google bewertet Websites ohnehin nach der Handy-Version.
- Sie bringt keine Anfragen. Besucher kommen vielleicht, aber kaum jemand ruft an oder schreibt. Dann liegt es oft am Aufbau, nicht an einzelnen Wörtern.
- Sie kommen an Ihre eigene Website nicht heran. Der frühere Dienstleister ist nicht erreichbar, niemand hat die Zugänge, oder jede kleine Änderung kostet eine Rechnung.
- Die Technik ist veraltet. Updates fehlen seit Jahren, Erweiterungen melden Sicherheitswarnungen, die Seite lädt langsam. Hier hilft neue Farbe allein nicht.
- Ihr Betrieb hat sich verändert. Neue Leistungen, ein neuer Standort, ein anderer Schwerpunkt. Wenn die Website ein Unternehmen zeigt, das es so nicht mehr gibt, kostet sie Vertrauen.
Trifft nur ein Punkt zu, reicht oft eine Überarbeitung: Telefonnummer nach oben, Texte schärfen, eine fehlende Leistungsseite ergänzen. Treffen drei oder mehr zu, ist ein Neustart meist günstiger, als das Alte immer weiter zu flicken.
Warum Websites beim Relaunch ihre Google-Platzierungen verlieren
Google kennt Ihre Website nicht als Ganzes, sondern Seite für Seite, also Adresse für Adresse. Die Seite ihre-firma.de/leistungen/badsanierung steht vielleicht bei „Badsanierung Esslingen“ auf Platz drei. Über Jahre hat sie Besucher, Links von anderen Websites und damit Vertrauen gesammelt. Gibt es diese Adresse nach dem Relaunch nicht mehr, landet Google auf einer Fehlerseite. Das, was die alte Seite aufgebaut hat, hängt dann an nichts mehr.
Die häufigsten Ursachen für Einbrüche nach einem Relaunch sind deshalb fast immer dieselben:
- Alte Adressen verschwinden, ohne auf eine neue Seite weiterzuleiten.
- Alles wird pauschal auf die Startseite umgeleitet.
- Die neue Seite ist für Google gesperrt, weil eine Sperre aus der Testphase stehen geblieben ist.
- Gut platzierte Texte werden gekürzt oder durch allgemeine Werbesätze ersetzt.
Ein wenig Bewegung ist trotzdem normal. Google schreibt selbst, dass Sie bei einem Umzug mit vorübergehenden Schwankungen rechnen sollten und dass es bei mittelgroßen Websites einige Wochen oder länger dauern kann, bis die neuen Adressen die alten ersetzt haben. Wer Ihnen eine feste Zahl verspricht, wie viel Prozent Sie verlieren oder wie schnell alles zurückkommt, rät. Belastbar ist nur: Mit sauberen Weiterleitungen ist das Risiko klein, ohne sie ist es groß.
Schritt 1: Bestand sichern, bevor sich etwas ändert
Bevor Sie an Design denken, schreiben Sie auf, was Ihre jetzige Website hat. Für eine typische Website eines kleinen Betriebs mit 10 bis 50 Seiten brauchen Sie dafür keine teuren Werkzeuge:
- Alle Adressen auflisten. Am einfachsten über die Sitemap Ihrer Seite, meist zu finden unter
ihre-firma.de/sitemap.xml. Ergänzen Sie Seiten, die nur in alten Flyern, Anzeigen oder E-Mail-Signaturen stehen, etwa eine Aktionsseite oder ein Download. - Die wichtigen Seiten markieren. Wenn Sie die Google Search Console nutzen, das kostenlose Werkzeug von Google für Website-Betreiber: Öffnen Sie den Bericht „Leistung“, wählen Sie den längsten Zeitraum und exportieren Sie die Tabelle „Seiten“ und die Tabelle „Suchanfragen“. Daran sehen Sie, welche Seiten Besucher aus der Google-Suche bekommen und für welche Begriffe.
- Links von außen notieren. Im Search-Console-Bericht „Links“ steht, welche Ihrer Seiten von anderen Websites verlinkt werden, etwa von einem Branchenverzeichnis, der Innung oder einem Partner. Diese Seiten verdienen eine Weiterleitung, auch wenn sie wenig Besucher haben.
- Texte und Bilder sichern. Speichern Sie die Inhalte Ihrer stärksten Seiten, bevor die alte Website abgeschaltet wird. Was bei Google gut steht, schreiben Sie im Relaunch besser, aber Sie werfen es nicht weg.
- Zugänge sammeln. Domain-Anbieter, Hosting, E-Mail, Search Console, Google-Unternehmensprofil. Fehlt ein Zugang, klären Sie das jetzt, nicht am Tag des Umzugs.
Haben Sie keine Search Console, ist das kein Drama. Dann zählen die Seiten, die Ihre Kunden wirklich nutzen: Leistungen, Kontakt, alles, was in Anzeigen oder auf Visitenkarten steht.
Schritt 2: Das URL-Mapping, Beispiel für eine typische Betriebs-Website
Hinter dem Wort URL-Mapping steckt eine einfache Tabelle: links jede alte Adresse, rechts die neue Seite, auf der ein Besucher dasselbe findet. Am besten ist, wenn die Adresse gleich bleibt. Dann braucht es gar keine Weiterleitung, und für Google ändert sich nur der Inhalt. Nur wo das nicht geht, leiten Sie weiter.
So sieht das für einen erfundenen Malerbetrieb aus, dessen alte Website mit einem älteren System gebaut wurde:
| Alte Adresse | Neue Adresse | Was passiert |
|---|---|---|
| / | / | Bleibt gleich, keine Weiterleitung nötig |
| /fassade/ | /fassade/ | Bleibt gleich, steht bei Google gut, Text wird verbessert statt ersetzt |
| /index.php?page_id=12 | /innenarbeiten/ | 301 auf die neue Seite mit lesbarer Adresse |
| /tapezieren.html | /innenarbeiten/ | 301, Inhalt ist in „Innenarbeiten“ aufgegangen |
| /team.html | /ueber-uns/ | 301 auf die neue Über-uns-Seite |
| /aktion-fruehjahr-2021.html | /fassade/ | 301, die Seite ist alt, aber ein Verzeichnis verlinkt noch darauf |
| /news/betriebsausflug-2019/ | keine | Fällt weg, keine Besucher, keine Links: Fehlerseite (404 oder 410) |
| /kontakt.html | /kontakt/ | 301 auf die neue Kontaktseite |
Drei Regeln stecken in dieser Tabelle:
- Jede alte Seite bekommt das inhaltlich passende Ziel, nicht einfach die Startseite. Wer „Tapezieren“ gesucht hat, soll bei den Innenarbeiten landen. Google warnt ausdrücklich davor, viele alte Adressen pauschal auf die Startseite zu leiten, und kann das als Fehlerseite werten.
- Zusammenlegen ist erlaubt. Wenn zwei dünne alte Seiten zu einer guten neuen werden, leiten beide dorthin.
- Wegfallen lassen ist auch erlaubt, aber nur für Seiten ohne Besucher, ohne Links von außen und ohne passenden Ersatz. Google empfiehlt für gelöschte Inhalte eine echte Fehlermeldung (404 oder 410).
Schritt 3: Weiterleitungen richtig einrichten
Eine Weiterleitung ist eine Anweisung an den Server: Wer die alte Adresse aufruft, wird sofort zur neuen geschickt. Dabei gibt es zwei Arten, und der Unterschied ist für Google entscheidend.
- 301 (oder 308) heißt „dauerhaft umgezogen“. Google übernimmt dann die neue Adresse als die gültige. Das ist die richtige Wahl beim Relaunch.
- 302 (oder 307) heißt „nur vorübergehend“. Google behält dann unter Umständen die alte Adresse in den Suchergebnissen, weil sie ja angeblich zurückkommt. Beim Relaunch ist das falsch.
Worauf es bei der Umsetzung ankommt:
- Auf dem Server, nicht per Skript. Google empfiehlt Weiterleitungen, die der Server direkt ausliefert. Weiterleitungen per JavaScript sind nur die letzte Lösung, weil Google sie nicht immer sieht.
- Ohne Umwege. Die alte Adresse soll direkt auf das Ziel zeigen, nicht über zwei, drei Zwischenstationen. Solche Ketten entstehen oft, wenn schon beim letzten Relaunch weitergeleitet wurde. Prüfen Sie deshalb auch die Weiterleitungen von damals.
- Interne Links umstellen. Menü, Fußzeile und Links im Text zeigen auf der neuen Seite direkt auf die neuen Adressen, nicht auf alte, die dann weiterleiten.
- Lange behalten. Google rät, Weiterleitungen in der Regel mindestens ein Jahr bestehen zu lassen. Mein Rat: Lassen Sie sie dauerhaft stehen, sie kosten nichts.
Domain, E-Mail und Zugänge beim Umzug
Fast alle Relaunch-Anleitungen reden über Google und vergessen das E-Mail-Postfach. Für einen kleinen Betrieb ist ein Tag ohne E-Mail oft schlimmer als eine Woche mit schwankenden Platzierungen. Zwei Fälle sollten Sie unterscheiden:
Fall 1: Die Domain bleibt, nur die Website zieht um
Das ist der häufigste Fall. Ihre Adresse bleibt ihre-firma.de, nur die Website liegt künftig bei einem anderen Anbieter. Dann ändern Sie in den Einstellungen der Domain, wohin sie zeigt. Wichtig dabei:
- Nur die Website-Einträge ändern, nicht die für E-Mail. Die Einstellungen einer Domain regeln getrennt, wo die Website liegt und wo Ihre E-Mails ankommen. Wer beim Umzug alles auf einmal umstellt, legt schnell das Postfach lahm.
- Umstellung vorbereiten. Google empfiehlt, die Gültigkeitsdauer dieser Einträge (TTL) mindestens eine Woche vorher herabzusetzen, damit die Umstellung schneller überall ankommt.
- Das alte Hosting nicht sofort kündigen. Laut Google erst dann, wenn dort keine Zugriffe mehr ankommen. Und vorher prüfen, ob Ihre E-Mails nicht ebenfalls beim alten Anbieter liegen.
- Postfächer sichern. Wenn auch die E-Mail umzieht, sichern Sie vorher alle Postfächer mitsamt gesendeten Nachrichten und Kontakten.
Fall 2: Eine neue Domain
Ein neuer Firmenname oder eine bessere Adresse kann gute Gründe haben. Er macht den Relaunch aber riskanter, weil sich dann jede Adresse ändert. Jede alte Adresse muss seitengenau auf die neue Domain weiterleiten, und in der Search Console melden Sie den Umzug mit dem Werkzeug „Adressänderung“. Dieses Werkzeug ist nur für einen Domainwechsel gedacht, nicht für einen Relaunch auf derselben Domain. Behalten Sie die alte Domain außerdem mindestens ein Jahr. Google rät dazu, damit niemand sie kauft und für eigene Zwecke nutzt.
Google selbst empfiehlt, möglichst nur eine Sache auf einmal zu ändern. Wenn Sie können, machen Sie den Relaunch auf der bestehenden Domain und wechseln die Domain später oder gar nicht.
Vergessen Sie zum Schluss die Stellen außerhalb Ihrer Website nicht: Google-Unternehmensprofil, Branchenverzeichnisse, Social-Media-Profile, Anzeigen und E-Mail-Signaturen. Überall dort steht vielleicht noch eine alte Adresse. Die Weiterleitung fängt das auf, aber die direkte Adresse ist besser.
Inhalte neu denken, ohne Bewährtes wegzuwerfen
Ein Relaunch ist die Gelegenheit, Texte so aufzubauen, wie Kunden fragen, nicht wie ein Organigramm aussieht. Statt „Über uns, Leistungen, Kontakt“ helfen drei Fragen: Was genau bieten Sie an und wo? Warum sollte man Ihnen vertrauen? Wie meldet man sich am einfachsten? Jede wichtige Leistung bekommt dabei eine eigene Seite.
Bei Seiten, die heute schon bei Google gut stehen, gilt Vorsicht: verbessern, ergänzen, auf dem Handy lesbarer machen, ja. Den Inhalt durch drei allgemeine Werbesätze ersetzen, nein. Was Google an der alten Seite gut fand, sollte auf der neuen noch da sein.
Und die Pflichtseiten gehören vom ersten Tag an dazu: Das Impressum muss nach § 5 DDG leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein, also auch auf der neuen Website von jeder Seite aus mit einem Klick. Auch die Datenschutzerklärung gehört dazu, angepasst an die Dienste und Formulare der neuen Seite.
Schritt 4: Livegang und die ersten Wochen danach
Planen Sie den Umzug an einem normalen Werktag, an dem jemand erreichbar ist, nicht kurz vor dem Urlaub. Direkt nach dem Livegang sind fünf Dinge zu tun:
- Sperren entfernen. Während der Entwicklung ist eine Testseite oft für Google gesperrt, per Eintrag in der Datei robots.txt oder per „noindex“. Diese Sperre muss zum Start weg. Das ist der Fehler mit den größten Folgen und gleichzeitig der am leichtesten zu prüfende.
- Weiterleitungen testen. Rufen Sie jede alte Adresse aus Ihrer Tabelle im Browser auf. Sie müssen ohne Umweg auf der richtigen neuen Seite landen.
- Sitemap einreichen. Die neue Sitemap reichen Sie in der Search Console ein. Google empfiehlt das ausdrücklich, wenn sich viele Adressen auf einmal ändern.
- Wichtige Seiten prüfen lassen. Mit der URL-Prüfung in der Search Console sehen Sie, ob Google eine Seite abrufen darf, und können für einzelne Seiten die Indexierung beantragen. Das geht nur für wenige Seiten am Tag, deshalb nehmen Sie die Startseite und Ihre stärksten Leistungsseiten.
- Formulare und Tracking testen. Schicken Sie eine Testanfrage über jedes Formular und prüfen Sie, ob sie ankommt. Wenn Sie Besucherstatistiken nutzen, prüfen Sie, ob sie auf der neuen Seite wieder zählen.
In den Wochen danach schauen Sie einmal pro Woche in die Search Console: Steigen die neuen Adressen im Bericht zur Indexierung? Tauchen Fehlerseiten auf, die Sie übersehen haben? Bekommen Ihre wichtigsten Suchbegriffe weiter Klicks? Google nennt für das erneute Erfassen eine Dauer von einigen Tagen bis einigen Wochen, ohne Garantie. Leichte Schwankungen in dieser Zeit sind normal. Ein Einbruch, der nach mehreren Wochen nicht kleiner wird, deutet dagegen auf einen Fehler hin, meistens eine fehlende Weiterleitung oder eine vergessene Sperre.
Neben Google lohnt ein Blick auf die KI-Suche. ChatGPT und die KI-Übersichten von Google greifen auf Ihre Website zu und übernehmen oft, was oben auf der Startseite steht. Ein Relaunch ist ein guter Zeitpunkt, dort in einem klaren Satz zu sagen, was Sie wo anbieten. Wie Sie selbst prüfen, was KI-Suchen über Sie wissen, steht im Ratgeber KI-Sichtbarkeit prüfen.
Sieben typische Fehler beim Relaunch
- Keine Liste der alten Adressen. Ohne sie weiß niemand, was weitergeleitet werden muss.
- Alles auf die Startseite umleiten. Bequem, aber für Google oft nicht besser als eine Fehlerseite.
- Vorübergehende statt dauerhafter Weiterleitungen. Manche Systeme richten standardmäßig 302 ein. Prüfen Sie, dass es 301 sind.
- Die Sperre aus der Testphase bleibt aktiv. Die schönste neue Website bringt nichts, wenn Google sie nicht aufnehmen darf.
- Gut platzierte Texte werden ersetzt. Neues Design ja, aber die Inhalte, für die Sie heute gefunden werden, bleiben in der Sache erhalten.
- E-Mail beim Domain-Umzug vergessen. Die Website läuft, aber Anfragen per E-Mail kommen nicht mehr an, und das merkt man erst nach Tagen.
- Domainwechsel, neues Design und neue Struktur auf einmal. Je mehr sich gleichzeitig ändert, desto schwerer ist ein Problem zu finden. Google rät, eine Sache nach der anderen zu ändern.
Checkliste: vor und nach dem Livegang
Vor dem Livegang
- Alle alten Adressen sind aufgelistet, inklusive PDFs, Aktions- und Blogseiten.
- Die Seiten mit Google-Besuchern und Links von außen sind markiert.
- Jede alte Adresse hat ein Ziel: gleiche Adresse, 301 auf eine passende Seite oder bewusst entfernt.
- Texte und Bilder der stärksten Seiten sind gesichert.
- Zugänge zu Domain, Hosting, E-Mail, Search Console und Google-Unternehmensprofil liegen vor.
- Bei einem Anbieterwechsel ist geklärt, wo die E-Mails liegen, und die Postfächer sind gesichert.
- Die neue Seite wurde auf dem Handy getestet, Telefonnummer und Formular funktionieren.
- Impressum und Datenschutzerklärung sind aktuell und von jeder Seite aus erreichbar.
Nach dem Livegang
- Keine Sperre für Google mehr aktiv (robots.txt und „noindex“ geprüft).
- Jede alte Adresse aus der Liste führt direkt auf die richtige neue Seite.
- Die neue Sitemap ist in der Search Console eingereicht.
- Startseite und wichtigste Leistungsseiten sind über die URL-Prüfung abgerufen.
- Testanfragen über jedes Formular sind angekommen, E-Mails gehen raus und kommen an.
- Google-Unternehmensprofil und Verzeichnisse zeigen auf die richtigen Adressen.
- Die Search Console wird in den ersten Wochen wöchentlich auf Fehlerseiten und Klicks geprüft.
- Die alten Weiterleitungen bleiben mindestens ein Jahr bestehen, besser dauerhaft.
Was ein Relaunch kostet und wie er bei mir abläuft
Die Kosten hängen vor allem davon ab, wie viele Seiten es gibt, wer die Texte schreibt und ob Funktionen wie ein Shop oder eine Online-Buchung dazukommen. Wie Sie Angebote vergleichen und wovon der Preis abhängt, steht im Ratgeber Was kostet eine Website?
Bei mir läuft ein Relaunch so: Vor dem 15-Minuten-Gespräch sehe ich mir Ihre jetzige Website an. Danach folgt ein Briefing von etwa einer Stunde mit ein paar Handyfotos, um Tag 9 steht der Entwurf zum Freigeben. Die Firmenwebsite kostet 1.500 € und ist 14 Tage nach dem Starttermin online, das Paket Wachstum mit Seiten für die Orte in Ihrem Einzugsgebiet kostet 2.500 € und ist nach 21 Tagen online. Online-Shops und größere Projekte bekommen einen eigenen, festen Zeitplan. Alle Preise sind Festpreise netto, Sie zahlen erst nach Freigabe des Entwurfs, auf Wunsch in Raten.
Die Texte schreibe ich, Domain und E-Mail-Adressen richte ich ein, und die Website gehört Ihnen. Laufend kommen 19,99 € im Monat für Hosting und Backups dazu, kein Abo, Änderungen in den ersten 6 Monaten sind kostenlos. Ein Beispiel für einen solchen Wechsel ist LejayMedia: vom Baukasten zur eigenen Website. Alle Details stehen auf der Seite Webdesign.
Fazit
Ein Webseiten-Relaunch muss Sie keine Platzierungen kosten. Entscheidend ist nicht das neue Design, sondern die Vorarbeit: alle alten Adressen kennen, jede einzelne behalten oder dauerhaft auf die passende neue Seite leiten, Domain und E-Mail getrennt betrachten und nach dem Start ein paar Wochen genau hinsehen. Wer das sauber macht, startet mit dem, was die alte Seite bei Google aufgebaut hat, und baut darauf auf.
Häufige Fragen
Verliere ich bei einem Relaunch mein Google-Ranking?
Nicht, wenn die alten Adressen erhalten bleiben oder per 301-Weiterleitung auf die passende neue Seite führen. Google beschreibt vorübergehende Schwankungen nach einem Umzug als normal. Größere Verluste entstehen meist durch fehlende Weiterleitungen, Sammelweiterleitungen auf die Startseite oder eine vergessene Sperre aus der Testphase.
Wie lange dauert es, bis Google die neue Website erfasst hat?
Google nennt für das erneute Erfassen einige Tage bis einige Wochen, bei größeren Websites auch länger, und gibt keine Garantie. Eine eingereichte Sitemap und die URL-Prüfung für die wichtigsten Seiten in der Search Console helfen dabei.
Was ist eine 301-Weiterleitung?
Eine Anweisung an den Server, dass eine Seite dauerhaft unter einer neuen Adresse zu finden ist. Besucher und Google landen automatisch auf der neuen Seite, und Google übernimmt die neue Adresse als die gültige. Eine 302-Weiterleitung bedeutet dagegen nur einen vorübergehenden Umzug und ist für einen Relaunch die falsche Wahl.
Wie lange müssen Weiterleitungen bestehen bleiben?
Google empfiehlt in der Regel mindestens ein Jahr. Da Weiterleitungen nichts kosten und alte Links in Verzeichnissen oder Lesezeichen noch Jahre später aufgerufen werden, lohnt es sich, sie dauerhaft stehen zu lassen.
Brauche ich bei einem Relaunch das Adressänderungs-Werkzeug der Search Console?
Nur, wenn Sie die Domain wechseln, zum Beispiel von einer alten auf eine neue Firmen-Domain. Bleibt die Domain gleich, reichen Weiterleitungen und eine neue Sitemap.
Was kostet ein Website-Relaunch?
Das hängt von Umfang, Texten und Funktionen ab. Bei Fabian Studio kostet die Firmenwebsite 1.500 €, das Paket Wachstum 2.500 €, jeweils als Festpreis netto. Online-Shops und größere Projekte bekommen ein eigenes Angebot. Bestehende Adressen werden dabei übernommen, damit die Google-Platzierungen erhalten bleiben.
Quellen
Stand der Recherche:
- Google Search Central: Site moves with URL changes
- Google Search Central: Redirects and Google Search
- Search Console-Hilfe: Change of Address tool
- Google Search Central: Site moves without URL changes
- Google Search Central: Ask Google to recrawl your URLs
- Search Console-Hilfe: URL Inspection tool
- Search Console-Hilfe: Performance report (Search results)
- Bundesministerium der Justiz: § 5 DDG: Allgemeine Informationspflichten